Gerald Winter-Pölsler

Wir melden uns aus der letzten Woche der laufenden Meisterschaft und blicken noch einmal zurück nach Hartberg, wo Sturm endlich wieder einmal einen Dreier eingefahren hat, und schauen nach vorne, auf den letzten Tanz mit Rapid am Sonntag in Liebenau. Das Ziel für dieses Wochenende: Ein Heimsieg und eine Pleite des LASK in Favoriten. Ansonsten wird der SK Sturm diese Saison als Vize-Meister abschließen. Was das alles zu bedeuten hätte, besprechen wir heute in diesem Querpass mit der Viererkette-Pelitz-Terler-Hernach-Pucher.

Wir blicken freilich auch zu den Frauen und der Zweier, die an den letzten Spieltagen wenig Erfreuliches erlebt haben. Und da ist ja immer noch das Stadionthema. Die Stadt Graz wird einen Beschluss fassen, der besagt, dass später ein Beschluss gefasst werdden soll. Das Land Steiermark ist auf Tauchstation und für die Fußballfans heißt es weiterhin: Bitte warten. Jürgen Pucher hat bei der Politik und der Kleinen Zeitung angerufen, um die derzeitige Lage ein wenig einzuordnen.

Und es gibt ein neues Fußballbuch aus Graz. „Schalbenkönig und Blutgrätsche“ nennt sich das und einer unserer Fellow-BlackFM-Freunde ist Mit-Herausgeber dieses Sammelbands über unseren Lieblingssport. Frank Wonisch hat sich mit den Machern des Buches zusammengesetzt und mit ihnen ein Audiostück zu ihrer Neuerscheinung aufgenommen. Wie immer also randvoll, dieser BlackFM-Querpass und wir wünschen bestes Hörvergnügen.

Ist es tatsächlich passiert? Gibt es für die ewige Causa Liebenau eine Lösungsmöglichkeit am Horizont? Nach dem jüngsten Treffen zwischen Fußballklubs und Stadtpolitik sieht es fast so aus.

Die Stadt Graz und das Land Steiermark bauen, Sturm und GAK betreiben – das ist die Kurzfassung des am Tisch liegenden Vorschlags. Mit 60-70 Millionen Euro öffentlichem Geld soll das bewerkstelligt werden. Wir haben einen Rundruf bei Politik, Kleine Zeitung und Sturm gemacht, um herauszufinden, wie alle Beteiligten das jetzt einschätzen. Wo könnte es noch Probleme geben, was ist mit dieser Summe jetzt möglich und ob der Landeshauptmann eh mitmacht, waren unter anderem die Fragen, die wir gestellt haben. Telefonleitungs-Line-up: Karl Dreisiebner, Daniela Schlüsselberger, Gerald Winter-Pölsler, Elke Kahr und Christian Jauk.

Und der Ball rollt auch wieder. Wir haben noch einmal nach Rotterdam, ins De Kuip, zurückgeblickt und die 0:3-Niederlage der Schwoazn in der Europa League gegen Feyenoord eingeordnet. Was haben wir gesehen? Ein bisschen frischen Schwung, ein vielversprechendes Debüt und viele alte Probleme. Nicht zuletzt fand in dieser Volume 186 von BlackFM das erste große Comeback dieses noch jungen Kalenderjahres statt. Wir wünschen viel Vergnügen.

Jetzt ist schon wieder was passiert. Beim Stadion nämlich. Die Bürgermeisterin hat sich am Wochenende überlegt, sie sagt wieder einmal eine Planung im Alleingang ab. Das Geld könne man nicht erfinden, deshalb werde Liebenau nur saniert und nicht umgebaut. Elke Kahr hat damit so gut wie alle involvierten Personen vor den Kopf gestoßen, wir versuchen gemeinsam mit Gerald Winter-Pölsler von der Kleinen Zeitung eine Einordnung dieses Paukenschlags.

Fußball gespielt wurde aber auch noch, und in Schwarz-Weiß durchwegs erfolgreich. Wir blicken auf den Erfolgslauf der Sturm Frauen, die zuletzt die SPG BW Linz / Union Kleinmünchen gleich 4:0 abfertigten, und haben uns dazu mit Torjägerin Zala Kuštrin unterhalten. Unter anderem in diesem Gespräch zu erfahren: Wie hilft Karate beim Fußball spielen.

Die Zweier hat endlich ihren ersten Sieg eingespielt. Im Kellerderby gegen Bregenz behielt Jakomini 09 mit 3:1 die Oberhand. Was der Sieg für das Team bedeutet, wie es ihm in seiner neuen Rolle so geht und was die Zukunft bringen könnte, haben wir mit Sturm II-Co-Trainer Jakob Jantscher besprochen.

Und die Einser behielt mit zwei späten Toren in Altach die Oberhand, nahm drei Punkte mit nach Graz und setzte sich trotz eines Spiels weniger an die Tabellenspitze. So kann man eine Länderspielpause ohne weiteres beginnen. Wir schauen noch einmal auf dieses Spiel und haben in Vorarlberg so einiges gesehen, was in die richtige Richtung geht. Wo es noch hakt, ist uns auch nicht entgangen und in welchen Mannschaftsteilen es im weiteren Herbst, so alle gesund von ihren Nationalteams zurückkehren, eher viel Verkehr geben könnte, kam auch noch zur Sprache.

Wir melden uns zurück aus der Feiertagspause und wir tun das mit einem BlackFM-Dauerbrenner. Es geht um Liebenau. Wir wollen in dieser Ausgabe 135 zum Thema, mit dem wir uns viel und oft beschäftigen, einmal den Standpunkt wechseln. Von der Fan-Perspektive, die sich eine eigene Heimat wünscht, auf die Seite eines journalistischen Experten zur Grazer und Steirischen Politik. Jürgen Pucher hat sich dazu mit Gerald Winter-Pölsler zusammengesetzt, der sich seit vielen Jahren mit dem Thema in der Kleinen Zeitung auseinandersetzt. Die ganze „Liebenau-Story“ wird in dieser Sendung einmal komplett ausgerollt und Ursachenforschung findet statt, wie sich das alles zusammensetzt. Wo beginnt das Thema eigentlich? Welche Interessenslagen gibt es? Und vor allem: Wie kann die Angelegenheit irgendwie einer für alle einigermaßen zufriedenstellenden Lösung zugeführt werden? Winter-Pölsler skizziert seine Einschätzung zu den Verantwortlichkeiten, was er von der jahrelangen 2-Stadien-Debatte gehalten hat und wieso er es alles andere als ausgemacht sieht, dass die aktuellen Machbarkeitsstudien sofort grünes Licht für einen Um- und Ausbau von Liebenau ergeben. Wieso sich das Land Steiermark zu sehr aus der Verantwortung stiehlt, dort budgetär auch nicht Milch und Honig fließen und woran es eigentlich scheitert, dass die Stadt das Verluste schreibende Stadion an Sturm abtritt, haben Pucher und Winter-Pölsler auch besprochen. Wer eine umfassende inhaltliche Auffrischung zur Grazer Stadionmisere braucht, ist hier genau richtig.