Meister

Sturm marschierte am Ende als Zweiter über die Ziellinie und wir blicken noch einmal zurück auf diese ereignisreiche Saison. Die Dreierkette Pelitz-Pucher-Terler analysiert die Spielzeit 2025/26 anhand von erlebten Meilensteinen mit dem SK Sturm. Wo waren die neuralgischen Punkte, die den Fortgang mitbestimmt haben, was haben welche Personen zu welcher Zeit für eine Rolle gespielt und ist dieser zweite Platz am Ende nun ein Erfolg oder nicht?

Diese Ausgabe 203 von BlackFM beschäftigt sich außerdem mit Themen abseits des Sportlichen, wie der ewig weiter fortschreitenden Stadion-Misere, der Merchandising-Performance des SK Sturm oder der nicht unwesentlichen Rolle, die die Nordkurve in der abgelaufenen Spielzeit wieder einmal gespielt hat.

Die Schwoazn waren auch wieder in Europa und die versammelte Dreierkette erinnert sich noch einmal an die Hochs und Tiefs der internationalen Kampagne von Sturm. Da waren gesalzene Pleiten wie gegen Bodö/Glimt dabei, aber auch Lichtblicke wie das Spiel gegen die Glasgow Rangers in Liebenau, das auch zugleich mit unserer diesjährigen Lieblings-Choreo glänzte. Auch unsere Reise nach Glasgow zum anderen schottischen Gegner in der Europa League hinterließ Eindruck. Unter anderem wegen eines Horvatschen Zaubertors, das wohl seinen Wintertransfer nach Bristol angebahnt hat.

Darum ging es nämlich auch, in diesem ausführlichen Rückblick. Wie liefen die Transferzeiten im Winter und davor im Sommer 2025, welche Spieler haben sich bei Sturm etabliert, wer blieb unter den Erwartungen und was heißt das alles für die jetzt kommende Übertrittszeit. Außerdem in dieser Ausgabe mit epischer Länge: Wie knapp war es für Michael Parensen und seinen Job im Winter, wie wenig Stil zeigte der Verein beim Abgang von Sargon Duran und was war das bitte schön für ein bezaubernder letzter Auftritt von Stefan Hierländer in Liebenau? Wir wünschen viel Vergnügen.

Wir melden uns aus der letzten Woche der laufenden Meisterschaft und blicken noch einmal zurück nach Hartberg, wo Sturm endlich wieder einmal einen Dreier eingefahren hat, und schauen nach vorne, auf den letzten Tanz mit Rapid am Sonntag in Liebenau. Das Ziel für dieses Wochenende: Ein Heimsieg und eine Pleite des LASK in Favoriten. Ansonsten wird der SK Sturm diese Saison als Vize-Meister abschließen. Was das alles zu bedeuten hätte, besprechen wir heute in diesem Querpass mit der Viererkette-Pelitz-Terler-Hernach-Pucher.

Wir blicken freilich auch zu den Frauen und der Zweier, die an den letzten Spieltagen wenig Erfreuliches erlebt haben. Und da ist ja immer noch das Stadionthema. Die Stadt Graz wird einen Beschluss fassen, der besagt, dass später ein Beschluss gefasst werdden soll. Das Land Steiermark ist auf Tauchstation und für die Fußballfans heißt es weiterhin: Bitte warten. Jürgen Pucher hat bei der Politik und der Kleinen Zeitung angerufen, um die derzeitige Lage ein wenig einzuordnen.

Und es gibt ein neues Fußballbuch aus Graz. „Schalbenkönig und Blutgrätsche“ nennt sich das und einer unserer Fellow-BlackFM-Freunde ist Mit-Herausgeber dieses Sammelbands über unseren Lieblingssport. Frank Wonisch hat sich mit den Machern des Buches zusammengesetzt und mit ihnen ein Audiostück zu ihrer Neuerscheinung aufgenommen. Wie immer also randvoll, dieser BlackFM-Querpass und wir wünschen bestes Hörvergnügen.

Wir sagen es, wie es ist. Wir halten es kaum noch aus, bis endlich Runde 32 der heimischen Liga angepfiffen wird. Nach dem Remis in Linz gegen den LASK, kommt alles auf die letzte Runde an. Nur ein Sieg gegen Klagenfurt macht Sturm fix zum Meister- und Double-Gewinner. Wie bereitet man sich auf so ein Spiel vor, wie geht man mit dem Faktor Nerven um und wie sehr kann das normale Programm abgespult werden? Das und wie es bei ihm selbst im Inneren aussieht, haben wir im Verein bei Andi Schicker nachgefragt. Aber wir haben auch Fans angerufen, wie es ihnen in der Woche vor dem Spiel des Jahrzehnts so geht. Solche, die es geschafft haben, einen Urlaub genau vom Cupfinale bis zum Meisterschafts-Finish zu buchen, Exemplare, die es vor lauter Nervosität nicht aushalten, den Fernseher einzuschalten und minütlich den Teletext aktualisieren oder Auswärtsfahrerinnen, die in Linz zwar nichts gesehen haben, aber fest an den Titel glauben. Ein Viertel von BlackFM ist in der Gegend um Imola unterwegs, für ihn heißt es schnellste Runde, statt letzte Runde. Auch er hat uns eine Botschaft geschickt. Nicht zuletzt erzählt uns ein TV-Politikberater, wie er den Kartenkauf für sich und seinen Sohn fast versemmelt hätte, und er darauf hofft, dass der Support von Anfang an das ganze Stadion erfassen wird. Der Stadionsprecher darf vor so einer Partie auch nicht fehlen. Wir haben ihn gefragt, wie er es denn anlegen wird am Sonntag. Und er hat uns erzählt, warum er diese Woche an Lucky Krentl denken musste. Das einstimmige Fazit der Querpass-Hosts nach diesem Rundruf: Liebenau muss am Sonntag brennen, wie es noch nie gebrannt hat. Ois für die Schwoazn.