SK Sturm Graz

Natürlich kommen wir diesmal nicht drumherum, auf die Geschehnisse in der Männer-Bundesliga zurückzublicken. Das Duell mit der Austria war dann doch eines, das länger nachhallt, als andere Spiele. So rätseln Michael Pelitz und Andi Terler über Ausschluss-Gründe (Stichwort: Tätlichkeit versus Unsportliches Verhalten) und wünschen Referee Gishamer, irgendwann auch in die Selbstreflexion übergehen zu können, anstatt über Emotionen anderer zu urteilen. Der Schwerpunkt liegt diesmal aber woanders. Wir sprechen in aller Ausführlichkeit mit Tode Djaković, der in dieser Saison vom Co- zum Cheftrainer bei den Sturm Damen aufgestiegen ist. Der 29-Jährige spricht über frühe Flutlicht-Erinnerungen in Seiersberg, ein abruptes Ende in Armenien und ein gescheitertes Probetraining in der Bundesliga, das richtungsweisend für seine weitere Karriere sein sollte. Von Sargon Duran hat er ein Team übernommen, das aller Verletzungsprobleme zum Trotz einen großen Punkterückstand auf die Vienna in einen Vorsprung umgedreht hat und nun Kurs auf Europa nimmt. Und das als Cheftrainer eines Teams, das teilweise unter widrigen Bedingungen trainieren oder spielen muss und mit einem Kader, der tagsüber arbeitet, studiert oder noch in die Schule geht. Und für das es etwas ganz Besonderes war, am vergangenen Sonntag in Liebenau einzulaufen und einen Punkt gegen die 300-Länderspiel-Abwehr der Austria zu erkämpfen.

Zum kleinen Jubiläum von BlackFM kommt es diesmal zum “besten zweier Welten”, wenn man so will. Querpass und Sendung mit Gast in einem. Zunächst sprechen Jürgen Pucher und Andi Terler über die vergangenen Spiele in schwarz-weiß, den “unspektakulär schönen” Sieg gegen Blau-Weiß und die beiden Niederlagen der Zweier und bei den Frauen  – und wundern sich darüber hinaus über plötzlich auftauchende Kehrmaschinen am Stadionvorplatz. In Teil zwei begrüßen die beiden dann mit Christoph Biermann einen besonderen Gast. Der Chefreporter von “11FREUNDE” war im Rahmen des Rapid-Heimspiels bei Sturm in Graz und hat über seine Eindrücke und Begegnungen eine feine Reportage in die aktuelle Ausgabe des Magazins für Fußballkultur geschrieben. Im Gespräch mit dem mehrfach preisgekrönten Journalist und Autor geht es um Parallelen zwischen Sturm und Union Berlin, die Entwicklung von Michael Parensen und die verschiedenen seltsamen Auswüchse des Fußball-Kommerzes von Champions League und Klub-WM bis Red Bull und Hoffenheim.

Warum Rheinländer und Steirer ein „good match“ sind, wie man einen Kader umbaut, wie es um Chancen für junge Spieler steht, wieso es viele gute Wege in den Profifußball gibt … und natürlich wie das Meisterjahr in Leverkusen war und warum Xabi Alonso das „perfekte Paket“ ist. All das und noch viel mehr haben Michael Pelitz und Frank Wonisch mit Benjamin Schunk, dem amtierenden „Technischen Direktor“ der Schwoazn besprochen. Spannende Einblicke in die Transferphilosophie des SK Sturm und in Schunks Masterthese mit dem Titel: „Anforderungen an ein Organisations- und Kommunikationskonzept für ein internationales Nachwuchs-Scouting eines Fußball-Erstligaclubs aus einer der europäischen Top-5-Ligen“ inklusive.

 

Wer sich dieser Tage gefragt hat, was in Österreich alles geht, der hat vom ÖFB in Sachen Aufsichtsratsboss-Findung eine bemerkenswerte Antwort erhalten. Es pröllt also demnächst im Fußballbund, dafür kann sich Christian Jauk weiter ganz dem SK Sturm widmen. Davon ausgehend widmet sich das BlackFM-Trio Pucher-Terler-Wonisch in diesem Querpass den Präsentationen und Wortspenden in Sachen Infrastruktur, bevor es ans sportlich Eingemachte geht. Für Peter Kiedl rückte ein Bundesliga-Einsatz zuletzt immer näher. Wir haben ihn gefragt, warum es bei ihm in dieser Saison so gut läuft. Genauso gut in Schuss ist William Bøving, der im BlackFM-Interview verspricht, sich voll auf Sturm zu konzentrieren, auch wenn im Sommer wohl das Ausland lockt. Dazu herrscht auch schon gespannte Vorfreude auf den Auftritt der Sturm Frauen Ende April in Liebenau, davor geht es aber gleich einmal in der Meisterrunde gegen die Vienna los. All das und mehr gibt es hier in bewährter Querpass-Länge.

Genug zu besprechen gibt es für die BlackFM-Doppelsechs Pucher & Terler auch in der Länderspielpause. Zum Beispiel die Gerüchte um einen möglichen ÖFB-Präsidenten Christian Jauk. Bei den Sturm Frauen beweist in den vergangenen Wochen Sandra Jakobsen ihre Qualitäten im Angriff. Im Interview erzählt die Dänin von ihrer Zeit in den USA, welche Spielerinnen einen entscheidenden Anteil an ihrem Wechsel nach Graz hatten und warum unlängst im Training eine ordentliche Menge Zimt im Spiel war. In der aktuellen Ligapause nahm sich außerdem Sportchef Micha Parensen die Zeit, um über das große Ganze und verschiedene Kaderthemen zu sprechen. So erfahren wir unter anderem, wann Fally Mayulu bereit für ein Comeback sein wird, warum Emran Soglo noch kaum zum Spielen kommt und wie weit Gespräche zu diversen Vertragsverlängerungen schon sind.

Es ist Derby-Woche aber nirgendwo Derby-Stimmung. Dafür erlebte Liebenau schon am Mittwoch in dieser Woche eine ausgelassenere Atmosphäre als gewöhnlich bei Spielen des Stadtrivalen. Frank Wonisch war beim beherzten Auftritt der Youth League und ordnet das bittere Ausscheiden gegen Olympiacos ein. Nebst guten Resultaten, vor allem für die Frauen in Altach beschäftigt sich BlackFM in dieser Woche mit dem neuen Athletikcoach der Schwoazn. Kevin Martischnegg gibt Einblick in seine Arbeit und klärt die Frage, ob der Einbruch wie zuletzt bei den Dosen, irgendetwas mit der physischen Fitness des Teams zu tun hat. All das und mehr im wie immer randvollen Querpass.

Mit allen Teams im Spielbetrieb ist es wieder einmal Zeit für einen Querpass. Wir beginnen diesmal mit einem neuen Gesicht bei den Sturm-Frauen. Linda Popofsits wechselte vom FC Südburgenland nach Graz und erzählt von ihrem bisherigen fußballerischen Werdegang und ihrem erfolgreichen, aber auch schmerzhaften Ligadebüt. Und die Einser der Männer hat mit dem Sieg gegen Blau-Weiß eine erste positive Antwort auf den holprigen Frühjahrsstart gegeben. In welcher Findungsphase das Team von Jürgen Säumel ist, wollten wir aber genauer wissen und baten daher Routinier und Kapitän Stefan Hierländer zum Gespräch zum aktuellen Status quo. Dazu gibt es noch Shoutouts zu seltsamen Vorgängen rund ums Derby, den Ticketverkauf in der Youth League und ein kleines Infrastruktur-Update. Jürgen Pucher, Andi Terler und Frank Wonisch wünschen gute Unterhaltung.

„Neues Jahr, neuer Cheftrainer“, lautet das Motto bei der Zweier. Hat vor gut einem Jahr erst Jürgen Säumel übernommen, ist nach dessen Aufstieg zur Einser nun Christoph Wurm der neue Coach beim Zweitliga-Team der Schwoazn. Im Gespräch mit Michael Pelitz und Andi Terler verrät der Niederösterreicher, warum er sich einst mit Preston North End die Nächte um die Ohren geschlagen hat, wer die größten Talente waren, mit denen er in der AKA St. Pölten zusammenarbeiten durfte und warum Benjamin Schunk eine wesentliche Rolle bei seinem Engagement in Graz gespielt hat. Wurm spricht außerdem über die Herausforderungen in der Talententwicklung im Allgemeinen, den richtigen Zeitpunkt für einen jungen Spieler „oben“ anzudocken und ganz konkret darüber, wie weit er Leon Grgic schon sieht. Und er macht kein Geheimnis daraus, dass er den SK Sturm schon in jungen Jahren besonders fand. Aber hört selbst.

Die vorerst letzte CL-Reise nach Klagenfurt bescherte uns einen wunderbaren Abend. „Dosenschießen“ hieß es nämlich bereits am Weg nach Kärnten bei Spiel und Spaß mit Michael Pelitz, der diesmal für eine kurzweilige Büs-Unterhaltung sorgte. Und auch die sportlich optimistischen Prognosen sollten sich bewahrheiten. Die Sektion Sachsen des Klassenfeinds aus Fuschl am See hatte am Wörthersee nämlich wenig zu melden. Sturm hatte hingegen ein kompaktes Team am Feld und Arjan Malic, der eine bemerkenswerte Leistung beim Königsklassen-Heimdebüt mit dem Siegtor krönte. BlackFM konnte daher zufrieden Bilanz ziehen, liegt man doch am Ende in der CL-Tabelle vor RB1 und RB2. Die finale Mission wurde also erfüllt. PS: BlackFM gibt es demnächst wieder LIVE. Aber hört selbst.

Das war gar nicht mal so gut. 0:5 muss sich der SK Sturm zum Jahresauftakt in der Champions League bei Atalanta geschlagen geben. Spielen die Schwoazn in Hälfte eins phasenweise noch passabel mit und haben unmittelbar vor dem 0:1 die Topchance auf die Führung, passiert dann ein Eigenfehler, der auf dem Niveau eben nicht passieren darf. Nach dem Seitenwechsel ging es dann erst so richtig dahin und die Defensive des Doublesiegers wusste kaum mehr auf die Angriffe der Italiener zu reagieren. Jürgen Pucher, Michael Pelitz und Andi Terler schießen mehr oder weniger enttäuscht nach und schweifen am Ende zu ehemaligen Sturm-Kickern ab, die andernorts in der Königsklasse unterwegs sind. Aber hört selbst.