frauen bundesliga

Die Schwoazn in Europa, shalalalalala! So schallte es am Dienstagabend durch den Tynecastle Park zu Edinburgh. Sturm hat ein erstes großes Saisonziel erreicht und ist bei den Hearts souverän in die 3. CL-Qualirunde eingezogen. Die BlackFM-Doppelconference, bestehend aus Michael Pelitz und Andi Terler, ist hörbar angetan von der Frühform der Schwoazn, bei denen einige Spieler bemerkenswerte Leistungen abgeliefert haben. Jetzt heißt es aber: Willkommen im Ligaalltag und statt einer magischen Europacup-Nacht in Schottland steht heißer Sommernachmittag im leeren Tivoli vor der Tür. Wie die Lage der Liga generell aussieht und wie sich der österreichische Fußball spielerisch, aber auch finanziell entwickeln könnte, darüber hat sich Jürgen Pucher ausführlich mit LAOLA1-Chefredakteur Harald Prantl unterhalten, der auch seine Expertise zur 2. Liga mit uns geteilt hat. Der Startschuss fällt am kommenden Wochenende auch für die SK Sturm Graz Frauen, die nach diversen Zu- und Abgängen runderneuert in die neue Spielzeit gehen. Sportchef Michael Erlitz erklärt im Interview, wie die spielerische Ausrichtung des Teams von Tode Djakovic aussehen soll und warum man vor allem von den Neuzugängen in der Offensive einiges erwarten darf. Rundherum gibt es, abgesehen von der prächtigen Jingleuntermalung des Head of Sound bei BlackFM, die eine oder andere nennenswerte News, unter anderem fiel Sturm wieder einmal bei der „Tabelle der anderen Art“ der VdF ziemlich durch. Was Sturm selbst dazu sagt? Hört selbst.

Für Volume 205 von BlackFM hat sich das dynamische Duo Lena Hernach und Frank Wonisch zunächst der abgelaufenen Saison der Sturm Frauen gewidmet. Lena hat dazu mit Leonie Tragl die Saison Revue passieren lassen und über ihren Werdegang und die Entwicklung bei Sturm gesprochen. Nicht zu vergessen ihre Vertragsverlängerung bei den Schwoazn und um das Thema Infrastruktur und Trainingszentrum in Puntigam kamen Lena und Leonie freilich auch nicht herum. By the way: Tragl war noch nie dort und kennt das alles nur von Plänen. Live auf Sendung wurde deshalb über eine gemeinsame Exkursion nachgedacht.
Frank Wonisch hat beim Sportchef der Frauen, Michael Ehrlitz, angerufen und mit ihm anhand einiger Eckpunkte die Saison noch einmal beleuchtet. Das Gespräch fand entlang einiger Aussagen und Zitate statt, die Erlitz im Laufe der letzten Monate öffentlich getätigt hat. Inhaltlich drehte es sich um die grundsätzliche Performance der Sturm Frauen, woran es wohl noch mangelt, um bei den „Großen“ endlich einmal etwas mitzunehmen, über die Zielsetzungen für die nächste Saison und über die ersten Transfer, die schon fixiert wurden. Ein bisschen mehr Kohle scheint für die Damen für die neue Spielzeit wohl auch zur Verfügung zu stehen, konnte man zwischen den Zeilen heraushören. Am Ende konnte sich Erlitz einen Seitenhieb in Richtung der Meisterinnen von der Austria hinsichtlich der Ereignisse in den letzten Spielen nicht verkneifen.
Und nicht zuletzt legte die Doppelspitze Hernach-Wonisch noch einen Run durch die aktuellen Transfergeschehnisse rund um die Schwoazn hin. Die Neuen bei der Einser wurden unter die Lupe genommen, die Leihe-Rückkehrer und ihre Situation eingeschätzt und die Abgänge und Neuzugänge bei den Wurm-Buam kamen auch nicht zu kurz. Am Ende wieder einmal eine randvolle Sendung in Matchlänge plus Nachspielzeit. Viel Spaß.

Es war ein Auf und Ab – und am Ende stand der Europacup. So oder so ähnlich könnte man die Saison der SK Sturm Damen 2024/25 zusammenfassen. Aber fällt das Fazit aus Spielerinnen- bzw. Sportdirektoren-Sicht aus und was tut sich generell im Fußball der Frauen? Das besprechen Michael Pelitz und Andi Terler diesmal mit gleich zwei Gästen. Vanessa Gritzner ist mit ihren 27 Jahren nicht nur ein Sturm-Urgestein, sie hat im vergangenen Frühjahr als Torfrau der Schwoazn wesentlich dazu beigetragen, dass man sich am Ende über den dritten Platz freuen durfte. Sie erzählt von ihren Anfängen beim SC Mühldorf in Kärnten, dem wöchentlichen Pendeln nach Graz, ihrem Bundesliga-Debüt mit 15 und warum sie konsequent auf Instagram, TikTok und Co. verzichtet. Michael Erlitz ist als Sportdirektor für das große Ganze beim Frauenfußball in Schwarz-Weiß verantwortlich. Er kann unter anderem von bevorstehenden infrastrukturellen Verbesserungen berichten und hebt in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit Michael Parensen hervor. Nicht zuletzt bastelt auch er schon eifrig am Kader für die neue Saison, für die man unlängst ein Top-Talent aus der ÖFB-Frauenakademie verpflichten konnte. Beide blicken abschließend auch voraus, auf den Europacup im Herbst und die Zukunft des Frauenfußballs in Österreich. Sie sprechen über die geringe mediale Aufmerksamkeit, die dem Frauenfußball noch immer zuteilwird, und den vermutlich noch langen Weg zu einem echten Profibetrieb.

Bundesliga spielen in Graz im Fußball nicht nur Männer. Die SK Sturm Damen sind seit Jahren eine fixe Größe im heimischen Fußball und in dieser Saison sogar so stark wie selten zuvor. Punktegleich mit Ligakrösus St. Pölten führt man die Tabelle an. Der Auftakt ins Frühjahr gelang bei der Austria in Wien außerdem, wir konnten also einen sehr zufriedenen Cheftrainer bei BlackFM begrüßen. Wir haben mit Chris Lang über seinen Alltag am Trainingsplatz, seine Spielphilosophie und nicht zuletzt darüber gesprochen, ob es vielleicht heuer gelingen kann St. Pölten ganz bis zum Schluss zu fordern. Themen wie Wertschätzung, Sichtbarkeit und Unterstützung für den Frauenfußball kamen auch nicht zu kurz. Unter anderem mussten wir erfahren, dass man vom Begriff „Profimannschaft“ bei den schwarz-weißen Damen nicht einmal annähernd sprechen kann. Ein Gespräch das zeigt, wie Lang und sein Team arbeiten, aber auch wie viele Hürden es im Frauenfußball noch zu überwinden gibt.