Stadtpolitik

Der SK Sturm hat einen neuen Coach, ist gerade aus dem Trainingslager in Marbella zurückgekehrt und steht kurz vor dem ersten Pflichtspiel des Kalenderjahres 2026. Bevor der Fokus wieder ganz auf das rollende Leder übergeht, haben wir uns noch einmal schnell mit dem Thema Wirtschaft – und allem was dazugehört – auseinandergesetzt.

Der aufgelegte Gesprächspartner für dieses Thema ist der dafür im Klub verantwortliche Thomas Tebbich, seines Zeichens Geschäftsführer für alle Business-Angelegenheiten in Graz Messendorf. Jürgen Pucher hat einen Hausbesuch bei ihm gemacht und Tebbich in seinem Büro zum Audio-Interview gebeten.

Wo soll wegen fehlender Champions League-Einnahmen heuer der Sparstift angesetzt werden, wie „logisch“ waren angesichts des jahrelangen sportlichen Erfolgs die Umsatzrekorde und warum aus seiner Sicht die Verlängerung des Ausrüstervertrags mit Nike, trotz Lieferengpässen und Zwischenhändler, die beste Lösung für Sturm gewesen ist, waren einige der Themen in dieser Volume 185 von BlackFM.

Dazu haben sich Pucher und Tebbich über das anstehende 10-Jahre-Jubiläum beim Verein, seine ganz persönlichen Ziele für das Wirtschaftsjahr und die Möglichkeit einer beruflichen Veränderung unterhalten. Und nicht zuletzt ließ der Geschäftsführer Wirtschaft zu den aktuell laufenden Vertragsverhandlungen mit Hauptsponsor Puntigamer mit einer möglichen Überraschung aufhorchen.

Die ganze Infrastrukturpalette – von Gleisdorf, über die Traingszentrums-Baustelle, bis hin zum Postplatz – stand ebenfalls im Fragenkatalog und ganz zu Beginn des Gesprächs durfte Tebbichs Einschätzung zum wieder einmal ergebnislos verlaufenen Liebenau-Stadiongipfel freilich auch nicht fehlen. Wir wünschen bestes Hörvergnügen.

Und immer wieder grüßt das Stadion. Dieses Mal hätten wir eine Bürgermeisterin im Angebot, die innerhalb einer Woche zum Thema zwei komplett konträr gelagerte Schlagzeilen produziert hat, einen Sturm-Vorstoß hinsichtlich Betreiberkonzept und einen beleidigten Stadtrivalen, der plötzlich vielleicht doch irgendwo ein Geld gefunden hat. Das alles gehört freilich ein wenig eingeordnet. Wir haben also zum Telefon gegriffen und einmal durchgerufen.

Und zwar beim Grünen-Klubchef Karl Dreisiebner, bei Bügermeisterin Elke Kahr herself und beim Sturm-Präsidenten Christian Jauk. Von ihnen allen wollten wir wissen, wo wir denn jetzt in der Stadionfrage stehen, was die nächsten Schritte sein werden und wie lange denn das alles wieder dauern wird. Ob in den letzten Tagen immer alle an denselben Gesprächen teilgenommen haben, bleibt ein Stück weit ungeklärt. Aber urteilt selbst.

Ein bisschen gekickt wurde in Schwarz-Weiß trotz Länderspielpause auch noch. Die Sturm Frauen mussten dabei nach fünf Siegen in Serie wieder einmal eine Niederlage hinnehmen. Wir blicken zurück auf das 0:2 in Messendorf gegen Altach. Dann hätten wir noch einen Rückblick auf die Länderspieleinsätze der Sturmkicker anzubieten. Unter denen tummelt sich sogar ein potenzieller Weltmeister. Und nicht zuletzt blicken wir schon ein bisschen voraus nach Schottland und das anstehende Europacup-Highlight gegen Celtic Glasgow. Randvoll, wie immer, dieser Querpass. Wir wünschen bestes Hörvergnügen.

Wir melden uns zurück aus der Feiertagspause und wir tun das mit einem BlackFM-Dauerbrenner. Es geht um Liebenau. Wir wollen in dieser Ausgabe 135 zum Thema, mit dem wir uns viel und oft beschäftigen, einmal den Standpunkt wechseln. Von der Fan-Perspektive, die sich eine eigene Heimat wünscht, auf die Seite eines journalistischen Experten zur Grazer und Steirischen Politik. Jürgen Pucher hat sich dazu mit Gerald Winter-Pölsler zusammengesetzt, der sich seit vielen Jahren mit dem Thema in der Kleinen Zeitung auseinandersetzt. Die ganze „Liebenau-Story“ wird in dieser Sendung einmal komplett ausgerollt und Ursachenforschung findet statt, wie sich das alles zusammensetzt. Wo beginnt das Thema eigentlich? Welche Interessenslagen gibt es? Und vor allem: Wie kann die Angelegenheit irgendwie einer für alle einigermaßen zufriedenstellenden Lösung zugeführt werden? Winter-Pölsler skizziert seine Einschätzung zu den Verantwortlichkeiten, was er von der jahrelangen 2-Stadien-Debatte gehalten hat und wieso er es alles andere als ausgemacht sieht, dass die aktuellen Machbarkeitsstudien sofort grünes Licht für einen Um- und Ausbau von Liebenau ergeben. Wieso sich das Land Steiermark zu sehr aus der Verantwortung stiehlt, dort budgetär auch nicht Milch und Honig fließen und woran es eigentlich scheitert, dass die Stadt das Verluste schreibende Stadion an Sturm abtritt, haben Pucher und Winter-Pölsler auch besprochen. Wer eine umfassende inhaltliche Auffrischung zur Grazer Stadionmisere braucht, ist hier genau richtig.